In diesem Jahr fand der 36. Schüleraustausch zwischen dem Städtischen Gymnasium Leichlingen und der Pariser Privatschule Lycée Rocroy Saint-Vincent-de-Paul statt.
Nach einer tollen gemeinsamen Woche in Leichlingen vom 19. – 26.03.2026 mit zahlreichen Unternehmungen (Stadtrallye Leichlingen, Besuch der Stadt Aachen, Besuch des Zeche Zollvereins in Essen, Abschiedsessen), machten sich die Französischlehrerinnen Martina Neeb und Katharina Tiedemann gemeinsam mit 26 Schülerinnen und Schülern der neunten und elften Klasse auf den Weg nach Frankreich zu ihrer Partnerschule. Die Schule liegt zentral im 10. Arrondissement. Am Mittwoch, den 06.05.2026, ging es per Zug von Leichlingen in die französische Metropole, in der die Schülerinnen und Schüler für sieben Tage ihr Kleinstadtleben gegen das in einer Großstadt tauschten.
Viele Menschen, volle Metrostationen und französische Gespräche an jeder Straßenecke – schon nach wenigen Minuten in Paris wurde den Schülerinnen und Schülern klar, dass die französische Hauptstadt kaum mit dem Alltag in Leichlingen zu vergleichen ist. Bereits beim Ausstieg aus dem Eurostar fielen der Duft frischer Croissants und das hektische Treiben rund um den Gare du Nord auf.
Unmittelbar nach der Ankunft gingen die deutschen Schülerinnen und Schüler zu Fuß zu ihrer Partnerschule. Dort wurden sie warmherzig von ihren französischen Austauschpartnerinnen und -partner empfangen. Nach einer kleinen Stärkung und einer Willkommensrede der französischen Lehrerinnen machten sie sich mit der Metro oder zu Fuß auf den Weg in ihr vorübergehendes Zuhause und verbrachten den Abend gemeinsam mit ihren Gastfamilien.
Vor allem der Alltag in den Familien hinterließ bei vielen einen bleibenden Eindruck. Gemeinsame Abendessen, Gespräche und Aktivitäten ermöglichten den Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick in das französische Leben. Auch sprachlich stellte der Austausch viele zunächst vor Herausforderungen. Während einige hauptsächlich Englisch mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern sprachen, versuchten andere bewusst, möglichst viel Französisch im Alltag anzuwenden. Besonders Gespräche mit den Gastfamilien halfen vielen dabei, Hemmungen beim Sprechen abzubauen und ihr Sprachverständnis zu verbessern.
Am Donnerstag machten die Teilnehmenden einen Ausflug zum Parc de la Villette, wo sie die Cité des Sciences et de l’Industrie besuchten und sich mit den Themen Robotik, Klimawandel und Weltraummissionen beschäftigten. Anschließend ging es in den Vierteln rund um Notre-Dame und Saint-Michel auf die Suche nach den Spuren Karls des Großen. Aufgrund des französischen Feiertags Fête de la Victoire am Freitag den 08.05. verbrachten die Schülerinnen und Schüler ein verlängertes Wochenende gemeinsam mit ihren Gastfamilien und konnten während gemeinsamen Aktivitäten den französischen Alltag intensiver kennenlernen.
Am Montag ging es nach einem kurzen Besuch des französischen Unterrichts in das interaktive Museum Centre Europa Expérience in der Nähe der Madeleine. Während der anschließenden Mittagspause nutzten viele die Zeit, um die Galeries Lafayette oder die Opéra zu entdecken, bevor sie in die Schule zurückkehrten.
Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten beeindruckten viele vor allem die Lebendigkeit der Stadt, die langen Öffnungszeiten und die pulsierende Atmosphäre in den Straßen. Besonders gemeinsame Metrofahrten, Spaziergänge und Gespräche sorgten für viele unvergessliche Momente und stärkten das Gemeinschaftsgefühl sowohl mit den Austauschpartnerinnen und -partnern, als auch innerhalb der deutschen Schülergruppe.
Am Dienstag ging es nach der Verabschiedung durch die französischen Austauschpartnerinnen und -partner zum Gare du Nord und mit dem Eurostar zurück ins Rheinland. Auch wenn die Woche in Paris schnell verging, bleiben für viele vor allem die persönlichen Erfahrungen, neuen Perspektiven und entstandenen Freundschaften in Erinnerung. Für die Schüler*innen bedeutet der Austausch weit mehr als nur die Besichtigung berühmter Sehenswürdigkeiten. Besonders das Leben in den Gastfamilien sorgt für neue Eindrücke und unvergessliche Erfahrungen.
Der Austausch zeigte vor allem, dass sich eine Stadt wie Paris nicht nur über soziale Medien, Fotos oder künstliche Intelligenz erleben lässt. Erst durch eigene Erfahrungen, Gespräche und das gemeinsame Leben vor Ort entstehen Eindrücke, die ein Leben lang bleiben.
Hannah Billstein & Marie Göbeler (EF)
